Google Ads CTR erhöhen:
9 Tipps vom Experten

Suchen Sie nach Möglichkeiten, die CTR Ihrer Google-Anzeigen zu erhöhen? Wenn ja, dann ist dieser Blogbeitrag für Sie! In diesem Blog-Beitrag werde ich einige Tipps besprechen, die Sie zur Verbesserung ihrer CTR verwenden können.

Definition und Berechnung der Click-Through-Rate (CTR)

Die Klickrate (CTR) ist eine Metrik, die von Google Ads verwendet wird, um die Effektivität der Anzeige zu bewerten. Sie misst den Zusammenhang zwischen Impressionen und Klicks. Die Anzahl der Impressionen gibt an, wie häufig Ihre Anzeige angezeigt wurde. Die Anzahl der Klicks hingegen gibt an, wie oft Ihre Anzeige tatsächlich angeklickt wurde.

 

Die CTR berechnet man indem man die Klicks durch die Impressionen teilt.

 

Bei Google Ads ist die CTR eine sehr wichtige Kennzahl, sie sich auf den Qualitätsfaktor (QF) auswirkt. Ein verbesserter Qualitätsfaktor sorgt wieder rum für einen niedrigeren Klickpreis. Es ist im Interesse von Google Werbetreibende zu belohnen, die relevante und klickstarke Anzeigen schreiben. Google verdient schließlich mit jedem Klick Geld. Eine Anzeige auszuspielen, die kaum geklickt wird, ist aus der Sicht von Google wenig profitabel.

Was ist eine durchschnittliche CTR?

Leider gibt es keine wirkliche pauschale Antwort auf diese Frage.

 

Es kommt darauf an. Im Internet kursieren einige Zahlen. So wird in manchen Blog schon eine CTR von 3% als gut bezeichnet. Allerdings kann ich aus der Praxis sagen, dass Suchanzeigen in allen Konten, die ich betreue bei mindestens 7% liegen. Aus meiner Erfahrung würde ich 7% als normal bezeichnen und Klickraten von 10%+ für generische Keywords als gut bezeichnen.

 

Die CTR hängt von verschiedenen Faktoren ab. Zum Beispiel:

  1. Auf welchem Gerät wird die Anzeige ausgespielt? Desktop oder Handy?
  2. An welcher Anzeigenposition wird die Anzeige ausgespielt? Ein höherer Anzeigenrang hat natürlich auch eine bessere CTR.
  3. Werden die Anzeigen im Suchnetzwerk ausgespielt oder im Partnernetzwerk?
  4. Welche Keywords werden beworben? Generische Keywords wie beispielsweise „Anwalt München“ oder Brand Keywords wie „Mustermann Kanzlei München“. Bei einer direkten Suche nach dem Unternehmensname wird die CTR folglich automatisch besser sein.

Eine Beurteilung der CTR ist also nicht einfach und immer vom individuellen Fall abhängig.

Tipps zur Verbesserung der Klickrate (CTR)

Nun folgend möchte ich Ihnen 9 Tipps vorstellen, wie Sie die CTR ihrer Google Ads Anzeigen verbessern können.

Tipp #1 Anzeigenerweiterungen

Mit einer Anzeigenerweiterung können Sie mit ihrer Anzeige mehr Platz einnehmen und dem Google Nutzer mehr Informationen präsentieren. Das Erstellen von Anzeigenerweiterungen ist einfach, schnell und der leichteste Weg die CTR der Anzeige zu erhöhen. Die Kampagnen sollten immer folgende Erweiterungen beinhalten:

  • Sitelink-Erweiterung
  • Erweiterung mit Zusatzinformationen
  • Snippet-Erweiterung
  • Bilderweiterungen
  • Anruferweiterung

 

Abhängig vom Unternehmen können auch folgende Erweiterungen interessant sein:

  • Standorterweiterung
  • Angebotserweiterung

 

Fügen Sie auf jeden Fall alle! möglichen Anzeigenerweiterungen hinzu.

Tipp #2 Keywordtargeting

Im ersten Moment stellen Sie sich vermutlich die Frage welcher Zusammenhang zwischen dem Keywordtargeting und der Klickrate der Anzeigen besteht. Wenn ihre Anzeigen für die falschen Suchbegriffe ausgespielt werden, wird die Klickrate auch entsprechend schlecht sein. Das ist unabhängig davon wie gut ihre Anzeige geschrieben ist. Ihre Anzeige ist einfach unpassend zu der Suchanfrage, die der Nutzer in Google eingegeben hat. Eine schlechte Klickrate entsprechend ist Folge.

 

Um die Klickrate zu verbessern ist es nicht nur wichtig die Anzeigen zu verbessern, sondern auch dafür zu sorgen, dass die Anzeigen auch nur für relevante Suchbegriffe ausgespielt wird. In der Vergangenheit konnte ich durch das Pausieren irrelevanter Keywords und unpassender Suchanfragen die CTR von Kampagnen erhöhen.

Tipp #3 Spezifische Anzeigen

Sollten Sie mehrere Produkte oder Dienstleistungen bewerben, sollten Sie unbedingt unterschiedliche Anzeigen schreiben. Umso spezifischer Ihre Anzeige auf die Suchanfrage des Google Nutzers zugeschnitten ist, umso höher ist entsprechend die Klickrate.

 

In der Praxis bedeutet das, dass Sie sich Ihre Anzeigengruppen genau anschauen müssen. Passt eine Anzeige nicht zu einem bestimmten Keyword, sollte dieses Keyword in eine separate Anzeigengruppe transferiert werden und eine eigene Anzeige bekommen.

Tipp #4 Call-To-Action (CTA)

Jede Anzeige sollten einen Call-to-Action haben. Die deutsche Übersetzung ist „Handlungsaufforderung“. Sagen Sie potentiellen Kunden nicht nur auf der Webseite, was zu tun ist, sondern auch schon direkt in der Anzeige.

 

Besonders gut ist ein CTA in Kombination mit Wörtern wie „Jetzt“, „kostenlos“, „einfach“ oder „Sofort“ und mit einem Benefit verknüpft wird. Zum Beispiel „Jetzt Geld sparen“, „Kostenloses Angebot anfordern“ oder „Jetzt Transformation starten“.

Tipp #5 Social Proof

Social Proof ist ein Begriff aus dem Marketing und der Psychologie, der übersetzt „sozialer Beweis“ bedeutet. Social Proof sind beispielsweise Sternebewertungen oder Testimonials. Social Proof ist vermutlich eines der wichtigsten psychologischen Verkaufsprinzipien, da es Sicherheit bei Kaufentscheidungen gibt.

 

Social Proof gibt Antwort auf die Frage: „Für welchen Anbieter sollte ich mich entscheiden?“ und „Ist das ein vertrauenswürdiges Unternehmen?“. Social Proof können Sie beispielsweise durch die Nennung von Bewertungen oder der Anzahl der Kunden erzeugen. Zum Beispiel: „Über 500+ 5-Sterne Bewertungen“ oder „Über 120 fertige Projekte“.

 

Zum Thema Social Proof habe ich für das OMT Magazin einen ausführlichen Artikel geschrieben: Social Proof

Tipp #6 Keyword-Platzhalter

Ein Keyword-Platzhalter ist ein dynamischer Anzeigentitel. Der Anzeigentitel zeigt so genau den Begriff an, den der Google Nutzer eingegeben hat. Dadurch ist die Anzeige automatisch deutlich relevanter. Besonders hilfreich ist das für große Anzeigengruppen mit mehreren Keywords.

 

Sucht beispielsweise ein Google Nutzer nach „Baufinanzierung Rechner“ oder „Immobilienfinanzierung Rechner“, wird die Anzeige durch den Platzhalter entsprechend genau diesen Begriff anzeigen. Die Anzeige ist somit deutlich relevanter und hat folglich eine höhere CTR.

 

Einen Keyword-Platzhalter können Sie ganz einfach in ihre Anzeige einfügen, indem Sie diesen Code als Titel einfügen: {KeyWord:[[Anzeigentitel]]} . [[Anzeigentitel]] steht dabei für einen Fall back Anzeigentitel. Falls der Suchbegriff des Nutzers von der Zeichenlänge nicht in den Anzeigentitel passt, wird stattdessen der Fall back angezeigt.

Tipp #7 Power Words

Es gibt im Marketing sogenannte Power Words. Diese Wörter wecken Emotionen und machen ihre Anzeige deutlich ansprechender. Die beiden Wörter „Kostenlos“ oder „Jetzt“ aus dem CTA-Tipp gehören beispielsweise dazu. Eine Sammlung von Power Wörtern finden Sie in diesem Artikel: Power Wörter

Tipp #8 Experimente

Wenn Sie Ideen für neue Anzeigentitel haben, sollten Sie diese austesten. Gerade durch responsive Suchanzeigen ist es besonders einfach mit Anzeigentiteln zu experimentieren. Sie können einfach weitere Anzeigentitel hinzufügen und die Performance nach einer Zeit überprüfen. Bei der automatischen Anzeigenrotation wird Google mit der Zeit sowieso nur die besten Anzeigentitel ausspielen. Dazu müssen Sie Google nur eine Varianz an Anzeigentiteln bereitstellen.

Fazit:

Wenn Sie Ihre CTR verbessern wollen, kontaktieren Sie mich! Ich helfe Ihnen gerne weiter. Beginnen Sie in der Zwischenzeit, einige der besprochenen Tipps anzuwenden und sehen Sie, wie sich Ihre Ergebnisse verändern. Denken Sie daran, dass man ein wenig experimentieren muss, um herauszufinden, was für Ihr Unternehmen am besten funktioniert. Lassen Sie sich also nicht entmutigen, wenn Sie nicht sofort einen Anstieg der Klicks feststellen. Testen und optimieren Sie weiter, bis Sie die gewünschten Ergebnisse erzielen.